Unternehmens-Strategie mit möglichst vielen – Wie Radio Bremen seine Zukunftsstrategie als Beteiligungsprozess umsetzt anstatt „top down“ zu verordnen

Strategieentwicklung und -umsetzung gilt traditionell als eine der bedeutendsten Aufgaben von „ganz oben“, von Geschäftsleitungen. Und deshalb gehen viele Organisationen besonders in herausfordernden Zeiten genauso vor. Es wird auf die wenigen „starken“ Männer und Frauen an der Spitze gesetzt, die allein mit ihrer Weisheit die Organisation in die Zukunft führen sollen. In der heutigen schnelllebigen Zeit können allerdings diese Wenigen längst nicht mehr alles wissen, alles überblicken, die Organisation allein durch Stürme in eine sichere Zukunft navigieren. Besonders, wenn es turbulent, bestenfalls „sehr lebendig“ wird, ist es klug, auf das Wissen und die Innovationsfähigkeit möglichst vieler zu setzen. Die Aufgabe der Leitung ist es dann, die Strategieentwicklung mit vielen zu rahmen, zu orchestrieren und zu steuern und so sicherzustellen, dass die Organisation systematisch von vielen Ideen und Ansätzen profitiert – frei nach dem Motto: „Most brain is in the team“.

Aber: Wie geht das genau: Strategieentwicklung mit möglichst vielen? Welche Chancen liegen darin? Welche Risiken? Welche Rolle hat dann noch die Geschäftsleitung? Wie können Ziele mit vielen definiert und dann auch umgesetzt werden? Dauert dann nicht alles viel zu lange?

Radio Bremen hat sich zum ersten Mal in seiner Geschichte auf diesen neuen Weg der partizipativen Strategieentwicklung gemacht. Die Intendantin und die Geschäftsleitung sind davon überzeugt, dass es in dieser Zeit das Denken und den Input von möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern braucht. Brigitta Nickelsen wird in ihrem Kurz-Workshop Erfahrungen und Wissen zum Prozess teilen und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Dialog gehen. Am Ende werden (hoffentlich!) neue Ideen und Inspirationen stehen, wie Strategie mit vielen gehen kann und warum Organisationen davon profitieren.